Rückblick DH.NRW 2019

Rückblick DH.NRW 2019

Dieser Blogbeitrag stammt von Pia Sander (Projektmanagerin Vorprojekt „Content-Marktplatz“) und Bianca Morales (Projektmanagerin Vorprojekt „Online-Landesportal für Studium und Lehre“).

Am 6. September 2019 fand die DH.NRW 2019 unter dem Motto „Digitalisierung an Hochschulen in NRW: Strategien, Konzepte, Umsetzungen“ an der Universität Duisburg-Essen statt. Die Teams der beiden Vorprojekte Online-Landesportal für Studium und Lehre und Content-Marktplatz NRW nutzen die Gelegenheit, um interessierte Teilnehmer*innen über den Diskussionsstand und die ersten Ergebnisse in den Vorprojekten in unterschiedlichen Formaten zu informieren und Ideen, Bedenken und Wünsche von Lehrenden, Akteuren und Hochschulleitungen einzuholen.

Einen Überblick über die Zielsetzung und Vorgehensweise der Projekte bekam das Plenum von rund 250 Personen bereits am Morgen von Dr. Peter Salden (Vorstellung Online-Landesportal) und Prof. Michael Kerres (Vorstellung Content-Marktplatz). In den anschließenden drei gut besuchten Session-Phasen konnten die Teilnehmer*innen sich dann ausführlicher zu ersten Ergebnissen und den häufigsten Fragen, den Bedarfen in NRW und der geplanten Infrastruktur für den Content-Marktplatz informieren.

Prof. Dr. Michael Kerres bei der Vorstellung des Vorprojektes Content-Marktplatz NRW

Session: „Ein Online-Landesportal für Studium & Lehre und der Content-Marktplatz NRW: Erste Ergebnisse – Fragen – Antwortenen“

Die erste Session startet Peter Salden (RUB) mit der Aussicht „Fakten, Fakten, Fakten“ zum Online-Landesportal zu schaffen. Somit gab er in seinem Vortrag Antworten darauf, aus welchen einzelnen Elementen das Landesportal bestehen soll, welche Informationen dort zu finden sein sollen und welche zentralen und dezentralen Services angeboten werden sollen. Aus dem Publikum kamen viele Fragen zu den neuen Förderlinien der DH.NRW, die im Zusammenhang mit dem Landesportal stehen.

Im Anschluss stellte Pia Sander (UDE) die vorläufigen Ergebnisse des Vorprojektes Content-Marktplatz NRW vor und erläuterte Überlegungen zu der Zielgruppe des Content-Marktplatz, den angedachten Inhalten und warum der Austausch von Lehr/Lernmaterial sinnvoll ist. Darüber hinaus gab Frau Sander einen Vorgeschmack auf die Ideen zur sozio-kulturellen und technischen Konzeption des Content-Marktplatz, die in den zwei Sessions am Nachmittag vorgestellt wurden.

Session: Infrastruktur für den Content-Marktplatz NRW

In der Session nach dem Mittagessen stellten Jan Neumann (hbz), Gudrun Oevel (U Paderborn) und Matthias Andrasch (hbz) den aktuellen Stand der technischen Infrastruktur des Content-Marktplatz vor. Sie diskutierten die Potenziale und Herausforderungen einer dezentralen Infrastruktur, in der die bestehenden Systeme der Hochschulen mit dem Content-Marktplatz vernetzt werden. Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse gaben Sie einen Ausblick darauf, was die aktuelle technische Option für den Content-Marktplatz im Jahr 2020 sein könnte. Im Anschluss wurde intensiv diskutiert und Wünsche aus dem Publikum wurden gesammelt.

Session: Was möchte NRW? Ergebnisse der Bedarfsumfragen zum Online-Landesportal und dem Content-Marktplatz

Die dritte Session gestalteten die beiden Vorprojekte wieder gemeinsam. Miriam Barnat (FH Aachen), Winfried Kock (TH Köln) & Florian Rosenthal (FH Aachen) stellten zunächst das Vorgehen und die Ergebnisse der Bedarfserhebung für das Online-Landesportal vor. Sie schlossen ihren Vortrag ab mit einer Skizze, die auf Basis des Stakeholder-Inputs aufzeigt, wie durch das Netzwerk aus beteiligten Stakeholdern und der Online-Plattform ein Online-Landesportal enstehen kann.

Skizze zur Konzeption des Online-Landesportals
Anreiz 6: Geben und Nehmen –
Hochschullehrenden möchten auch von den Inhalten anderer profitieren

Im Anschluss präsentierten Christian Kohls (TH Köln) und Matthias Groß (TH Köln) ihre Überlegungen zum Anreizsystem und der Systematik für Content-Sharing im Content-Marktplatz. Die Auswertungen von über 20 Interviews wurden zu 10 Anreizen inklusiver möglicher Maßnahmen sowie 4 Systematiken auf der Ebene der Community, der Lehrenden, der Hochschulen und des Landes aggregiert. Diese Aggregation scheint die Wünsche und Bedarfe in NRW gut abzudecken, da aus dem Publikum – auch auf Nachfrage – keine fehlenden Aspekte mehr gennant wurden.

Das Landesportal war auch Thema in der Session von Frank Wistuba (Projektmanager Studiport, Ruhr-Universität Bochum), der unter dem Titel „Blick zurück nach vorn – die Angebote des Studiports und ihre künftige Verwendung im Online-Landesportal für Studium & Lehre“ das abwechslungsreiche Repertoire an interaktiven Inhalten des Studiports, die sich sowohl an Studierende als auch an Lehrende richten, präsentierte und einen Ausblick auf deren Einbindung in das zukünftige Landesportal gab.

Zum Abschluss der Tagung diskutierten Vertreter verschiedener Bundesländer, u.a. auch zwei Professor*innen aus den Vorprojekten – Eva Waller (FH Bochum; Online-Landesportal) und Michael Kerres (UDE, Content-Marktplatz) – über das Thema „Chancen und Zielsetzungen bundeslandübergreifender Hochschulkooperationen“. Die komplette Podiumsdiskussion kann hier angeschaut und angehört werden.

Podiumsdiskussion

Unser Fazit: Wir hoffen, allen Interessierten gute Einblicke in die bisherigen Ergebnisse der beiden Vorprojekte gegeben zu haben und somit die Transparenz erhöht zu haben. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die aktive Teilnahme und die für uns wichtigen Diskussionen in den einzelnen Sessions. Einige Fragen sind noch nicht abschließend geklärt, und wir werden intensiv bis zum Ende der Projektlaufzeit daran arbeiten. Unser Eindruck nach der DH.NRW 2019 ist, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Möglichkeiten, Wünsche und Herausforderungen in und für NRW gut erfasst haben.

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