Workshop-Bericht: Fokusgruppe Sharing-Konzepte

Workshop-Bericht: Fokusgruppe Sharing-Konzepte


Mehrwert? Ein landesweites Portal für Studium und Lehre „heureka.nrw“ –unter dieser Frage kamen Praktiker*innen und Expert*innen am 5. Juli an der Ruhr-Universität Bochum zusammen. Die Stakeholder diskutierten strittige Fragen und konzeptuelle Entscheidungen zum „Online-Landesportal für Studium und Lehre NRW“. Es gab Fokusgruppen zu drei Themenkomplexen, die in entsprechenden Gruppen in zwei Sessions diskutiert wurden.

In den Sessions zum Thema Sharing-Konzepte wurde schwerpunktmäßig nach Brücken zwischen ILIAS und Moodle-Inhalten gesucht. ILIAS und Moodle sind die etablierten Learning Management-Systeme (LMS) in NRW. Die folgende Liste beinhaltet beschriebene Herausforderungen oder Aufgaben für das zukünftige Landesportal, wie sie von den Workshop-Teilnehmerinnen und –teilnehmern benannt wurden:

  • Granularität des Contents: Ob Infografik oder Lernmodul – gewünscht ist, dass das Landesportal Raum für Lehr- und Lernmaterialien aller Größenordnungen bietet.  
  • Medienbruchfreie Nutzung: Da Lehrende keine Techniker sind, ist ein medienbruchfreier Zugang auf das Portal aus dem je eigenen LMS heraus ideal.
  • Technische Standards: Sharing erfordert gleiche Standards für die Datenformate und Datenbeschreibungen (Metadaten). Das zentrale Portal muss die Entwicklung und Verbreitung der Standards fördern.
  • Austausch der LMS-Communities: Die Kompatibilität von ILIAS und Moodle ist eine zentrale Herausforderung. Die Teilnehmer*innen wünschen sich, dass die bestehenden Vermittlungsansätze technisch, aber auch kommunikativ vertieft werden.
  • Sharing über ECS und LTI: Neben den allseits als sinnvoll erachteten Teilen von OER-Content, sollten auch die technisch erprobten Schnittstellen zwischen den beiden LMS (E-Learning Community Server und LTI-Schnittstelle) im Blickfeld bleiben. Das Landesportal könnte hier eine Vermittlungsrolle einnehmen.
  • Supportbedarf: Supportbedarf wird sowohl auf der Nutzer- wie auch der Anbieterseite gesehen. Dabei müssen die Lehrenden über lokale Ansprechpartner mit dem zentralen Support vernetzt sein.
  • Content und Kontext: Lehrmaterialien werden im Kontext nützlich. Das Teilen von Inhalten sollte auch die Möglichkeit beinhalten, Erfahrungsberichte und Szenarien anzufügen. Durch Peer-Feedback und Ergänzung von Erfahrungen kann das Material fortentwickelt werden und die Attraktivität für das Thema Lehre gefördert werden.
  • Schnelle und benutzerfreundliche Suche: Relevantes Material muss einfach gefunden werden können. Dies für die individuellen Nutzer*innen sicherzustellen, wurde als selbstverständliche aber schwierige Voraussetzung und als zentraler Attraktivitätsfaktor für die Nutzer*innen benannt.
  • Vernetzung mit funktionierenden Plattformen und Einrichtungen:
    Etablierte Infoportale wie E-Teaching.org und andere Communities/Infosysteme (z.B. elp.Uni Wuppertal) sollten bei der weiteren Konzeption unbedingt berücksichtigt werden.

Die Diskussionen und Vorschläge der Teilnehmer*innen des ganzen Workshops ergänzen die Interviews mit Hochschulleitungen und Expert*innen. Vor allem aber lenken sie aus Stakeholder-Perspektive die Aufmerksamkeit auf Themenkomplexe, die für den Erfolg des Landesportals NRW eine Rolle spielen.

Die vorstehend genannten Punkte stammen aus der Session zu Sharing-Konzepten des o.g. Workshops und wurden von den Kolleg/innen der FH Aachen für diesen Blog zusammengestellt.

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